MRT
Indikationen:
1)    KHK
    Ischämiediagnostik mit Stress-CMR (Adenosin, Dobutamin)
    Myokardperfusion
    Wandbewegungsanalyse
    Darstellung chronischer Infarkte (Narbengewebe)
    Entscheidungshilfe hinsichtlich der Frage einer evtl. Revaskularisation (PTCA oder Koronarbypassoperation von Stenosen, die zwar unbewegliches Myokardgewebe nach Infarkt oder bei Durchblutungsstörung versorgen, dieses jedoch nach Verbesserung der Perfusion wieder zu normaler Funktion führen kann.
2)    Kardiomyopathien
    Dilatative CMP
    . Standart hinsichtlich der nicht invasiven Myokarditisdiagnostik
    Hypertrophe Cardiomyopathie
    . Verteilung der Hypertrophie (apikal, septal..)
    . Ausmaß der Wandverdickung
. Ausmaß der Fibrosierung (scheint mit dem Risiko des SCD und der Entwickung eines systolischen Herzinsuffizienz zu korrelieren)
. Kontrolle nach Septumablation (TASH)
        Linksventrikuläre Non-Compaction-Kardiomyopathie
        . gute Darstellung der Trabekulierung
        Arrhythmogene rechtsventrikuläre CMP
        Restriktive CMP
        . V.a. zur Abgrenzung zur „Pericarditis constrictiva“
3)    Sarkoidose
    4)   Pericarderkrankungen
        . entzündliche Pericarditis
        . Pericarditis constrictiva
5)  Kardiale „Tumoren“ als Ergänzung zur TEE
        . Tu-Ausdehnung und Beziehung zum umgebenden Gewebe
        . Abgrenzung Zyste, solide RF, Lipome, Blutungen, Melanome
6)   angeborene Herzerkrankungen
7)   Erkankungen der Aorta
        Aneurysmalokalisation und -ausdehnung
        Dissektion
        Intimaeinrisse
    
        .
Methode:
Das Cardio-MRT ist eine diagnostische Methode,  die gänzlich ohne Strahlenbelastung auskommt. Mittels eines starken Magnetfeldes werden die Protonen des Körper
in einer Weise angeregt , die es ermöglicht, ein detailliertes Bild vom Herzen und dessen Funktionszustand und Durchblutung zu erhalten. Der Patient liegt in dem Magnetfeld, im Volksmund als „Röhre“ bezeichnet, für etwa 30 Minuten; sie oder er ist hierbei über eine Gegensprechanlage mit der durchführenden Assistentin verbunden. Sollte „Platzangst“ auftreten, kann jederzeit die Untersuchung abgebrochen oder vor Untersuchungsbeginn ein Beruhigungsmedikament (z. B. Valium) gespritzt werden.


Bei Untersuchungen, die die Durchblutung des Herzens messen, muss ein Medikament über 6 Minuten gegeben werden (Adenosin):  dieses erhöht sowohl die Herzfrequenz als auch die
Durchblutung des Herzens, in dem es zu einer maximalen Weitstellung der Herzkranzgefässe führt. Anschließend wird ein gut verträgliches Kontrastmittel gegeben, was nicht jodhaltig ist und somit auch bei Patienten mit Jodallergie oder Schilddrüsenüberfunktion gegeben werden kann. Dieses Kontrastmittel verteilt sich dann nach maximaler Weitstellung der Herzkranzgefäße schnell im Herzen. Sollten Verengungen von Herzkranzgefäßen vorhanden sein, flutet dieses Kontrastmittel verzögert in diese nach geschalteten Regionen des Herzens, womit eine Durchblutungsstörung dokumentiert werden kann.  Unterschieden werden kann aber nicht zwischen Verengungen der großen Herzkranzgefäße und der mikroskopisch kleinen Gefäße.
Durch Einsatz modernster hochauflösender Geräte (wie in unserer TGP) wird die Untersuchungsdauer  reduziert, die „Situation“ so angenehm wie möglich  gestaltet und das alles bei excellenter Bildqualität.


Vorteil radiologischer und kardiologischer Kooperation:

Die direkte Kooperation von Radiologen (Frau Dr. Scholz, Zentrum für diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin) und Kardiologen (Herr Dr. Nauth, Ambulantes Herzzentrum Braunschweig Gieselerwall) in unserer Teilgemeinschaftspraxis
ist bisher einzigartig in unserer Region und schafft Synergien, die zukunftsweisend sind.
Sie gewährleistet, dass Wissen und Erfahrung von 2 großen Zentren gemeinsam für unsere Patienten zum Einsatz kommen. Durch die Erfahrung und die weiteren diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten (Herzkatheteruntersuchung, PTCA, Koronarbypassoperation durch unsere Kooperationspartner, vornehmlich die Herz-/Thorax- und Gefäßchirurgische Klinik in Braunschweig, CA Herr Priv. Doz. Dr. Harringer) wird die kardiologische und radiologische Diagnostik und Therapie ausgeweitet und verbreitert.


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