Kardio-CT

Präzise Diagnosen. In kürzester Frist!

Die Kardio-Computertomographie ist ein modernes Röntgenverfahren, mit dem aufgrund hoher Auflösung und schneller Bildgebung detaillierte Diagnosen des Herzens und der Herzkranzgefäße durchgeführt werden können. Hierbei handelt es sich um eine nichtinvasive Untersuchung, es erfolgen also keine Eingriffe in den Körper wie z. B. bei der Einführung eines Katheter.

Aufnahmen in Sekundenfrist

Der eigentliche Untersuchungsvorgang dauert nur wenige Minuten; die Bildgewinnung erfolgt dank der Schnelligkeit unserer Geräte, wie z.B. dem neuen 64-Zeilen-Computertomographen, binnen Sekundenfrist.

Während der Rotation der CT-Röhre um den Körper werden fächerförmig Röntgenstrahlen durch den Körper des Patienten gesendet und dabei die Abschwächung dieser Strahlen im Hintergrund in den so genannten Detektoren aufgezeichnet. Aus dieser sehr großen Anzahl von Messwerten ermittelt der Computer ein Bild, das die Dichteverteilung im untersuchten Körper widerspiegelt. Dabei werden wie auf einem Röntgenbild dichte Strukturen wie z. B. Verkalkungen hell abgebildet, während weniger dichte Verbindungen wie Fettgewebe oder Luft sehr dunkel dargestellt werden.

Die derart gewonnenen zahlreichen Schichtaufnahmen des Herzens können auch zu 3D-Darstellungen zusammengesetzt werden können, die ein sehr deutliches, plastisches Abbild des bewegten Herzens liefern, das alle Funktionen visualisiert.

Rechtzeitige Diagnose der koronoaren Herzkrankheit

So können Veränderungen an den Gefäßwänden erkannt werden, die auf ‘Plaques’ genannte Ablagerungen zurückzuführen sind und auf das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit hinweisen.  Auch wenn diese Kalkablagerungen nicht notwendigerweise mit einer Einengung der Herzkranzgefäße einhergehen, können auch kleine, den Gefäßquerschnitt nicht einengende Plaques plötzlich aufreißen und zu einem vollständigen Gefäßverschluss führen - der häufigsten Ursache für einen Herzinfarkt.
Der Kalknachweis mittels der Kardio-CT ermöglicht es daher, frühzeitig ein etwaiges Infarktrisiko zu erkennen. Dies ist wichtig, da die gezielte Reduktion von Risikofaktoren, wie z.B. die Einnahme von Medikamenten zur Senkung der Blutfettwerte, eine Infarktwahrscheinlichkeit deutlich senken kann. Eine solche Untersuchung ist bei Patienten zu empfehlen, die keine Beschwerden haben, aber Risikofaktoren aufweisen. Hierzu gehören vor allem das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung im engen Verwandtenkreis, erhöhte Cholesterinspiegel und Blutdruck, Tabakkonsum sowie eine vorliegende Zuckerkrankheit.

Zudem gestattet es die Kardio-CT auch, die Herzkranzgefäße direkt Verengungen, die so genannten ‘Stenosen’,  oder Verschlüssen zu untersuchen. Für diese Diagnose wird nach der Punktion einer Vene ein jodhaltiges Röntgenkontrastmittel verabreicht. Die ermittelten ermöglichen dann eine exakte Beurteilung der Herzkranzgefäße oder von Bypassgefäßen in dreidimensionalen Rekonstruktionen.

Herzfehler und Infarkte werden sichtbar

Die deutliche Darstellung des Herzens durch eine Kardio-CT bietet auch bei anderen Diagnosen Vorteile. Hierzu gehören die Feststellung von Veränderungen an den Herzklappen oder an der großen Körperschlagader sowie die Identifikation von angeborenen Herzfehlern. Gerade bei der Untersuchung junger und sehr junger Patienten kann das Verfahren dazu dienen, den Befund einer Herzkatheteruntersuchung zu konkretisieren. Auch bereits erlittene, aber nicht wahrgenommene Infarkte können aufgrund der Darstellung des vernarbten Gewebes erkannt werden.

Auch für die Planung einer anstehenden Operation können anhand der dreidimensionalen Abbildungen der Kardio-CT wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Ebenso lässt sich im Anschluss der Erfolg eines invasiven Eingriffes genau kontrollieren.

Weiter reduzierte Strahlendosis

Bei der Kardio-CT handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, bei der Röntgenstrahlen eingesetzt werden. Bei den neueren CT-Geräten wurde jedoch gesteigerter Wert auf  eine weitere Reduzierung der Strahlendosis gesetzt, die individuell auf den zu untersuchenden Patienten eingestellt wird. Bei einer Kontrastmittelgabe sind Kontraindikationen wie Allergien oder eine Nierenerkrankung zu berücksichtigen.

Während der Schwangerschaft sollte keine CT vorgenommen werden. Außerdem ist dieses Verfahren nicht für Patienten geeignet, die an schweren Herzrhythmusstörungen oder einer Überfunktion der Schilddrüse leiden. Eine Beurteilung von Patienten mit ‘Stents’ genannten Gefäßstützen ist nur mit Einschränkungen möglich.


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